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Flugverfolgung übers Internet

    Der September ist da. Das heißt auch es gibt einen neuen Bildwettberwerb. Wir suchen den schönsten Frachter Hier geht es zur Teilnahme.

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    • Hi Gump,

      ich vermute du meinst Seiten wie Flightradar24, planefinder oder Flightaware (es gibt das noch ein paar mehr).

      TECHNIK
      Ich beschreibe es am Beispiel Flightradar24 (FR24), bei den anderen Diensten ist die Technik ähnlich.

      Nun jedes Flugzeug das sich im Luftraum bewegt hat einen Transponder an Bord.
      Diese Transponder gibt es in verschiedenen Varianten mir bekannt sind Mode-S und ADS-B.
      Transponder senden dabei per Funk Datenpaket in den Ether. In den Datenpaketen stecken diverse Informationen.
      Nehmen wir hier den Modernen Standard ADS-B, dort werden in der Regel die REG, Flugnummer, Herkunft, Ziel, Höhe, Geschwindigkeit und GPS Position Versand.

      Diese Transpondersignale / Datenpacket nutzt in erster Linie die Flugsicherung um die Maschinen am Himmel entsprechen zu Führen.

      Wie Kommen Flightradar und die anderen da nun dran?

      Im Prinzip genauso wie die Flugsicherung, mit entsprechenden Antennen/Bodenstationen.
      Flightradar kauft zum Teil den Zugang ein, nutzt aber sehr stark die Radarspotter Community.
      Flightradar nutzt um Flugzeuge und ihre Bewegungen Darzustellen verschiede Methoden.
      1. ADS-B / Mode-S dort werden Positionsdaten mit gesandt
      2. MLAT Wir verwendet um die Position von alten Transpondern / niedrig Fliegenden Maschinen darzustellen. Dabei werden mehrere "Bodenstationen" verwendet um eine die Positionsbestimmung per Triangulation durchzuführen.
      3. FLARM kann ich nicht weiter beschreiben damit habe ich mich noch nicht beschäftigt.


      Radarspotter bauen sich einen entsprechende Empfänger und Antennen zusammen, und stellen ihre Daten den Diensten zur Verfügung.
      Als Gegenleistung bei den meisten Diensten bekommen diese dann einen Businesszugang / Premiumzugang zum entsprechenden Dienst.

      Das klingt jetzt Komplizierter als es in Wahrheit ist.
      Für den Einstieg reichen der heimische PC und ein DVB-T Stick mit einem bestimmten Chipsatz und separatem Treiber.
      Kosten bei Amazon um die 30€. Wie bei jedem Hobby sind nach oben keine Grenzen. High end sind sogenannt SBS-Boxen/ Radarbox oder Beastbox dort liegt der Investitionswiderstand inkl. Antenne bei rund 1.000 €. Als Lösung irgendwo in der Mitte, wird die Kombination aus DVB-T Stick und Raspberry Pi genutzt, da bist du mit rund 100-200€ dabei. Dazu kommen ein paar Kleinigkeiten.

      Das Thema Datenschutz ist in dem Zusammenhang eine Interessante Frage.

      Bei Linienflügen sehe ich da kein Problem.

      Flugnummer mit Zeiten Start und Ziel sind bekannt.
      Die geflogene Route hängt von Start und Ziel, Wetter und verfügbaren Luftverkehrsräumen ab
      Datenschutztechnisch kritisch zu sehen wäre es wenn dabei noch bekannt wäre wer Besatzung und die Passagiere an Bord wären. Die Info werden über diesen Kanal nicht ausgetauscht.
      <signatur>
      Under Construction
      </signatur>
    • Hey,

      danke für die ausführliche Antwort. Vor allem die Sache mit der Radarspotter Community hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
      Das finde ich total interessant, vor allem da man als Privatperson mit zur Flugverfolgung beitragen und aktiv verbessern kann.
      Denn ich nehme an, umso mehr Daten Flightradar & Co. aus der Community bekommen, umso genauer funktioniert das Ganze oder?

      Könnte mir jedenfalls vorstellen, dass das auch ein Hobby für mich wäre ;-). Einen DVB-T Stick habe ich bereits aber wie sieht es da softwaretechnisch aus?
      Welches Programm dient da zur Datenübermittlung? Bisher bin ich immer auf live-flugverfolgung.de, um nen Flug verfolgen zu können. Aber bei welchen
      Dienst würde sich denn die Datenübermittlung am meisten lohnen für mich?

      Beste Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Gump123 ()

    • Hi,

      Genaus so ist je mehr Bodenstationen um so genauer.

      Für deine eigene Bodenstation müsstest du prüfen ob du den dafür überhaupt verwenden kannst.
      Der Stick muss SDR-fähig sein (SDR = Sorftware Definied Radio)
      Diese haben als Bezeichnung RTL2832U und oder R820T2.
      Google, E-Bucht, und der Große Fluß sind da bestimmt deine Freunde einen entsprechenden Stick zu finden.

      Software Technisch ist die Frage, was du machen willst.

      Am Windows Rechner, brauchst du den Treiber der dem PC sagt wie er den Stick ansteuern soll.
      Wichtig dabei wenn du den Stick als ADS-B Empfänger laufen lassen willst kannst du ihn nicht gleichzeitig zum Fernsehen verwenden.
      Dann noch das Softwarepaket des Dienstes. Da schaust du am besten auf die Seite des Dienstes da gibt's entsprechende Anleitungen.
      Die Windowsvariante ist die günstigste mit rund 30€, hat aber auch ein paar Nachteile (MLAT geht nicht, und Datenübertragung nur an einen Dienst)

      Wenn du das ganze über einen Raspberry Pi laufen lassen wir es etwas Komplizierter und Teurer.
      Dafür am Flexibelsten. MLAT ist kein Problem und du kannst die Daten an diverse Dienste übermitteln.
      Da haben die einzelnen Dienste für sind auch Anleitungen online.
      Wenn du aber die Daten an die größten und gängigsten Dienste senden willst empfehle ich dir mal auf den BLOG ETNM Spotterblog vorbei zuschauen.
      Da ist schön beschrieben wie der Pi eingerichtet wird mit einem Link zu einem schönen All in One Installationspaket für den PI.

      Welcher Dienst ist der Passende für dich?

      Die Seite die du dir ausgesucht hast greift auf Flightradar24 zu und einen anderen Dienst.
      Optisch würde ich sagen die Kartenanzeige ist 1:1 Flightradar.

      Flightradar und Planefinder sind in da schon der Branchenprimus.
      Im ersten Step würde ich wohl Flightradar wählen.
      <signatur>
      Under Construction
      </signatur>